Mal zu kalt, mal zu warm

Elternsprechstunde ++ Baby im Winter

Der Winter steht vor der Tür, es wird von Tag zu Tag kälter, also ist es logisch, dass Kinder beim Spaziergang ordentlich warm eingepackt werden. Und kaum ist man eine Weile gemeinsam unterwegs, fängt das Kleine an zu weinen und lässt die Eltern rätseln: Hat es Hunger? Tut ihm etwas weh? Oder hat heute keine Lust auf den Spielplatz zu gehen? Manchmal liegt der Grund aber ganz woanders.

Der kleine Körper von Babys ist noch kaum in der Lage, seine eigene Temperatur auf steigende oder fallende Außentemperaturen einzustellen. Deshalb sind die Kleinen auf Hilfe angewiesen, um sich rundum wohl zu fühlen. Schon wenn sie sich im Schlaf in einem kalten Zimmer freistrampeln, kann es leicht zur Unterkühlung kommen. Der Stoffwechsel stellt sich im Schlaf nämlich nicht gleich auf die Temperaturschwankung im Raum ein, sondern erst kurz vor dem Aufwachen.

Kälte und Hitze sorgen für Unmut

Wenn Babys sich im Freien zu wenig bewegen – und das gilt auch für ältere Kinder – kann es trotz warmer Kleidung bei niedrigen Temperaturen schnell zu kalten Händen und Füßen kommen. Ehe man sich versieht, hat man auf dem sonst so beliebten Spielplatz ein unzufriedenes und schreiendes Kind. Meiner Erfahrung nach ist es dann am besten, zügig nach Hause zu gehen und die kleinen Hände und Füße unter handwarmen Wasser wieder auf die gewohnte Körpertemperatur zu bringen. In den meisten Fällen ist das Kind wieder glücklich und zufrieden – es sei denn, der kleine Hunger kündigt sich zusätzlich an.

Neben Kälte ist auch zu viel Wärme – aus Kindersicht: Hitze – ein Thema. Oft erlebe ich, dass Mütter ihr Kind aus Sorge, dass es sich erkälten könnte, es übertrieben warm anziehen und die Heizung kräftig aufdrehen. Während Erwachsene auf zu hohe Temperaturen einfach mit Schwitzen reagieren, funktioniert dieser Kühlmechanismus bei Babys bei weitem noch nicht so gut. Zu einen sind ihre Schweißdrüsen noch schwach entwickelt, zum anderen verfügen sie noch über die isolierende Fettschicht. Beides kann für das Baby schnell unerträglich werden und die einzige Möglichkeit, ihr Unbehagen auszudrücken, ist eben weinen.

Foto © Irina Schmidt – Fotolia.com

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