Freude am Fehler

Wir alle machen Fehler – immer wieder. Und Kinder natürlich auch. Fehler sind absolut notwendig für ihre Entwicklung, denn sie lernen durch die Reaktionen ihrer Umwelt. Wie Verhalten wir uns also optimal beim „Fehlverhalten“ des Kindes? Pauschale Kritik ist, auch wenn sie uns manchmal auf der Zunge liegt, unangebracht. Formulierungen wie „Hast Du schon wieder …“ oder „Ich hab es Dir doch schon hundert Mal gesagt …“ helfen den Kindern nicht, sondern sie hemmen ihre natürliche Neugier und verhindern damit das Ausprobieren neuer Verhaltensweisen.

Besser ist es, sich an dem konkreten Verhalten des Kindes zu orientieren und eine Erläuterung anzubieten. Es gilt, die Handlung selbst von der handelnden Person zu trennen. Weniger theoretisch formuliert: Nicht das ganze Kind ist „schlecht“, lediglich sein Verhalten war der Situation unangemessen. Deshalb sollten Sie sich selbst zunächst die Frage stellen, warum die Handlung nicht in die Situation passte. Erst dann sollten Sie das Verhalten erklärend kritisieren. Und darüber hinaus sollten Sie berücksichtigen, was das Kind selbst aus der Situation lernen kann, wie es sich fühlt und wie es sich wohl beim nächsten Mal verhalten wird.

Klingt anstrengend, ist aber reine Übungssache – probieren Sie es einfach aus!

Foto © SENTELLO – Fotolia.com

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